Hi, ich bin Anna!

Hi, ich bin Anna und das sind meine virtuellen vier Wände. Viel Spaß beim Stöbern!

Follow
  • Bunte Haare haben mich nie gereizt aber seit Dienstag habehellip
  • Eine groe Portion Motivation fr alle! Mit Kaffeeeiswrfeln startet eshellip
  • Freunde ich bin so dankbar fr alle girls und besondershellip
  • Wenn man sich viel zu sehr ber Makeup freut Dankehellip


Vier Wahrheiten und eine Lüge – Night Out

1) Verkettung

Es gibt diese Massenpartys, wo gefühlt jeder hingeht, obwohl keiner den Club leiden kann. An diesem Abend fand genau so eine Art Party statt und gefühlt jeder war da. In weiser Voraussicht, dass wir bestimmt länger da sein werden und später nicht ewig auf eine Straßenbahn warten wollten, fuhren wir mit dem Fahrrad zur Location. Der Abend wurde besser als gedacht und es waren auch mehr Leute da, die man kannte, als erwartet. Wir tanzten und tanzten im übervollen Club. Irgendwann habe ich meine Begleiterin verloren. Normalerweise fuhren wir nie getrennt nach Hause, aber wir haben uns einfach nicht wiedergefunden und der Handyempfang war auch schlecht. Als ich irgendwann morgens den Heimweg antreten wollte, wurde mir bewusst, warum ich so viele Anrufe in Abwesenheit hatte. Wir hatten unsere Räder aneinander geschlossen und meine Freundin war daraufhin gezwungenermaßen heimgelaufen. Das war noch nicht alles – ich wusste, dass sie am nächsten Morgen einen wichtigen Termin hatte, zu dem sie ebenfalls mit dem Rad fahren wollte. Das schlechte Gewissen überkam mich und ich beschloss kurzerhand das Fahrrad zu ihr zu bringen. Das Problem war, dass sie mit ihrem Schloss das Vorderrand und den Rahmen verbunden hatte und man das Rad somit nicht schieben konnte. Also hab ich mir ihr Rad so über die Schulter genommen, dass das Vorderrad in der Luft hing und das Hinterrad rollen konnte, während ich mein Rad auf der anderen Seite schob. Natürlich fing es nach den ersten Metern an zu regnen und der Heimweg wurde länger und länger. Ich habe einige blaue Flecke davongetragen, aber ihr Fahrrad stand pünktlich um 6:30 Uhr wie immer an der Laterne unter ihrem Fenster.

2) Beherztes Eingreifen

Ich weiß nicht, ob ich das schon irgendwann mal auf dem Blog erzählt habe, aber ich habe während meines Bachelorstudiums ein ERASMUS-Semester in Madrid gemacht. Die spanische Hauptstadt war also für ein halbes Jahr mein Zuhause und durch einen entfernten Bekannten habe ich ein WG-Zimmer direkt in der Innenstadt ergattern können. Das bedeutete nicht nur perfekte Lage für die Sehenswürdigkeiten, sondern auch für sämtliche Clubs. Einer befand sich direkt auf der anderen Straßenseite und zusammen mit zwei meiner Mitbewohnerinnen waren wir relativ schnell Stammgäste. Vom Sofa in den Club in nur fünf Minuten. Da landet man öfter dort als es einem lieb ist. Immerhin zählt die Ausrede, dass sich der Weg nicht lohnt, bei der Entfernung so gar nicht. Meine Mitbewohnerin hatte ziemlich schnell die Nummer einer der Party-Promoter bekommen und so wussten wir immer über die besten Deals à la „Freier Eintritt bis 22 Uhr“ oder „Open Bar von 23-0 Uhr“ Bescheid. Wenig später kannten uns auch die Türsteher und wir konnten uns nach dem Fertigmachen unten schnell die Stempel holen und wieder hoch weiter Vortrinken. Eigentlich darf man nämlich den Club bei den „freien Eintritt bis 22 Uhr“ nicht wieder verlassen. Der Club wurde zu unserem zweiten Wohnzimmer. Die goldene Regel unseres Dreiergespanns war es, dass Niemand alleingelassen wurde. Wir hatten schon verschiedene Storys aus dem Nachtleben gehört. Es war also wieder eine dieser Nächte, in denen wir Nebenan tanzten. Meine Mitbewohnerin wurde von einem Typen mit zu viel Haar-Gel in der Frisur angesprochen. Sie wollte aber nicht und drehte sich wieder zu uns um. Wir tanzten weiter und auf einmal sah ich wie er sie am Arm packte und weg zog. Die Tanzfläche war sehr voll und man konnte ziemlich problemlos in der Menge abtauchen. Reflexartig versuchte meine andere Mitbewohnerin hinterher zu kommen und ich drehte mich um und lief zum Security Personal. Er erkannte mich und löste die Situation ziemlich schnell auf. Wir waren alle drei ziemlich schockiert über das rabiate Verhalten des Haar-Gel-Typen und von da an waren wir nur bestärkt in unserer Regel, immer zusammen zu bleiben.

3) Ey Katze!

An irgendeinen Freitagabend hatten meine Freundin und ich es endlich geschafft den Vorverkauf der Karten für den Poetry Slam in diesem einen Café mal nicht zu verpassen. Ich weiß nicht mehr, ob es aus Mangel an Alternativen oder mit voller Absicht war, aber ich entschied mich an dem Tag mein Audiolith T-Shirt anzuziehen. Kleiner Exkurs: Audiolith ist ein Independent-Musiklabel aus Hamburg, bei denen Bands wie Egotronic oder eben Frittenbude unter Vertrag sind. Wir setzten uns also auf unsere Plätze und meine Begleitung wollte uns noch schnell Getränke holen. Plötzlich setzt sich ein Typ neben mich und sagte: „Ey Katze!“. Damit hatte er meine Aufmerksamkeit, denn das waren genau die Worte, die der Typ im Frittenbude-Song „Bilder mit Katze“ zu der Frau mit dem Audiolith T-Shirt sagt, was ich gerade anhatte. Ein Anmachspruch als Hommage an einen Song. Wir kommen also ins Gespräch und unterhielten uns über Poetry Slams. Wer heute alles so auftreten würde und das manche Texte aus dem Programm echt lahm klingen. Wir lachten und ich fand ihn ganz nett. Nachdem wir uns noch ein bisschen über schlechte Slams ausgetauscht hatten, sagt er, dass er jetzt los müsse. Ich war total verwundert und meinte so: „Wohin? Es geht doch gleich los.“ Daraufhin er: „Ich hab gleich meinen Auftritt.“ Die Schamesröte schoss mir direkt in mein Gesicht, denn ich hatte direkt davor auch über den Titel seines Texts einen Witz gemacht. Ich stammelte also ein „Viel Erfolg“ und rutschte auf meinem Stuhl nach unten. Ich dachte, dass dieser Abend an Peinlichkeit nicht zu toppen sei, aber dann kam er als Vorletzter auf die Bühne und begann seinen Beitrag mit „Dieser Text ist für dich!“ und zeigte direkt auf mich. Innerhalb von Millisekunden lief ich wieder rot an. Glücklicherweise hatte der restliche Text inhaltlich nichts mehr mit mir zu tun, aber die Anmache „ey Katze“ und die Verkettung der Umstände hat gereicht, dass ich diesen Abend in Erinnerung behalten habe.

4) Die Kellerbar

Es war im ersten Semester und dieses Detail ist daher wichtig, weil ich damit ausdrücken möchte, dass ich jung und unerfahren war. Wir waren also eine Gruppe von Kommilitonen von denen ich 90% danach nie wieder gesehen habe. Wie es halt so im ersten Semester ist. Erklärtes Ziel des Abends war es, verschiedene Lokalitäten auszuprobieren. Also landeten wir in einer Bar, dessen Name ich nicht verrate. Um reinzukommen musste man von der Straße aus die Treppe runter in einen Keller gehen. Von dort aus waren dann links der Tresen und Tische. Von dem Flur gingen aber noch verschiedene andere Türen ab. Eine Tür ging zu den Toiletten – und dann war da noch eine Tür. Sie war offen und da ich schon immer neugierig war, musste ich natürlich reingehen. Dort war ein langer Gang mit verschiedenen Nischen. Einige Leute der Gruppe, mit denen ich hier gelandet war, interessierten sich auch für den Gang und wir schauten uns um. In der ersten Nische entdeckten wir ein komisches Metallgestell, welches an einer Aufhängung hing. Durch die Aufhängung konnte man das Gebilde in Bewegung versetzten und damit Schaukeln. Ich schiebe es mal auf den Alkohol, auf jeden Fall war ich die erste die reinkletterte und begann zu schaukeln. Es dauerte ein bisschen, aber während ich mich so umschaute und meine Umgebung verarbeitete, wurde mir plötzlich klar, was hier noch veranstaltet wurde: SM-Partys! Als mir bewusst wurde, wofür der Käfig, in dem ich gerade fröhlich schaukelte, war, kletterte ich sofort raus. Das Ding machte nicht den Eindruck, dass es regelmäßig gesäubert wurde. Allerdings hatte mich jetzt wieder die Neugierde gepackt und wir schauten uns noch alle weiteren Nischen an. Der Kellner, der wenig später vorbeikam, versicherte uns, dass wir uns alles ganz in Ruhe anschauen konnten und informierte auch gleichzeitig über den nächsten Partytermin. Ich hab die Bar nie wieder betreten, aber jedes Mal, wenn ich das Schild sehe, muss ich Schmunzeln.

5) Der Typ, der nichts sagte

Wir waren in London und wollten feiern. Also suchten wir einen Club und machten uns auf den Weg. Dort angekommen, waren die Location und auch die Besucher irgendwie möchtegern-reich. Hat man genau hingeschaut, dann hatten die Polster Löcher, sah das Kleid irgendwie billig aus und die Gesichter verbraucht. Das Einzige, was wirklich teuer war, waren die Drinks. Wir machten das Beste daraus und hatten Spaß beim Tanzen – zumindest war die Musikauswahl nicht schlecht. Irgendwann wollte ich dann doch einen Drink und ging zur Bar, um einen für meine Freundin und einen für mich zu holen. An der Bar angekommen, musste man ewig warten und ich sah einen Typen in meiner Nähe mit zwei Frauen um sich rum. Wir schauten uns für eine Sekunde in die Augen, ich fühlte mich ertappt und schaute sofort wieder weg. Wenig später bestellte ich meine Drinks. Als sie nach einer Ewigkeit endlich fertig waren, wollte ich bezahlen, aber die Barfrau erklärte mir, dass sie bereits bezahlt seien. Ich verstand nicht und sie drückte mir die Gläser in die Hand und bediente den nächsten Kunden. Ich drehte mich um und schaute mich nach meinen Freundinnen um. An einer Säule stand wieder der Typ, schaute mich kurz an und ging weg. Warum seine Wahl auf mich fiel? Keine Ahnung. Ich hab ihn den ganzen Abend nicht mehr gesehen, aber die Drinks waren gut! (Ich hatte die Barfrau übrigens genau beobachtet, was sie in die Drinks gemacht hat. Ansonsten hätte ich sie nicht einfach so getrunken.)

 

Na, welche der fünf Geschichten stimmt nicht? Rate doch mit und hinterlass‘ mir einen Kommentar.

Schreibe den ersten Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte dich vielleicht auch interessieren.